SUBLime

– das EU-Projekt SUBlime als Vermittlung zwischen Forschung und Industrie  

50 Teilnehmerinnen aus über 30 Ländern tauschten sich bei der internationalen SUBLime Tagung auf Madeira über nachhaltige Baustoffe und zukunftsweisende Forschungsergebnisse aus. Das Event, bei dem Dr. Tina Oertel für uns die Keynote hielt, markierte den Abschluss des von der EU mit 3,7 Millionen Euro geförderten Marie Skłodowska-Curie-Doktorandenkollegs SUBLime. 
Wir bei Sievert wissen: Es braucht kreative Inseln wie diese – Oasen, in denen Neugier gefördert wird und Transformationsideen entstehen.

Dr. Tina Oertel und weitere Wissenschaftlerinnen stellen sich den Fragen des Publikums 
Story: Dr. Tina Oertel, Foto: João Pereira

Worum geht es bei SUBLime? 

 

 

SUBLime steht für Sustainable Building Lime Applications via Circular Economy and Biomimetic Approaches und widmet sich der Erforschung nachhaltiger Kalk-basierter Baustoffe durch Kreislaufwirtschaft und bio-mimetische Ansätze. 

15 Doktorandinnen (sog. Early Stage Researchers, ESRs) von sechs europäischen Universitäten erforschten in enger Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie Sievert die Praxistauglichkeit ihrer Entwicklungen. Beteiligt waren unter anderem die Universität Minho (Portugal), die TU Darmstadt als deutsche Vertretung sowie neun weitere Industriepartner.
 

Die SUBLime Konferenz bot die ideale Plattform, um nicht nur die Forschungsergebnisse der 15 Doktorandinnen aus vier Jahren vorzustellen, sondern den wissenschaftlichen Austausch zwischen Universitäten, Industrie und Forschungsinstituten zu vertiefen – durch den Diskurs um die verschiedenen Themen bezüglich einer nachhaltigen Zukunft tragender und nicht tragender Mauerwerkbausysteme. 40 % der Anwesenden waren Doktorandinnen. Das ist ein sehr hoher Anteil des wissenschaftlichen Nachwuchses und eine gute Nachricht für die Forschung in der Sparte ressourcenschonende Baustoffe.


Dr. Tina Oertel präsentierte als Leiterin der F&E Fassadensysteme bei Sievert zwei herausragende Praxisbeispiele in ihrer Keynote: 
 

  1. RessourcenSchutzPutz: Ein Mörtel, der in Zusammenarbeit mit Eberhardt Recycling und der zirkulären Körnung Zirkulit entwickelt wurde. Wir ersetzen die Kalksteinkörnung zu 25 % und 100 % durch zirkuläre Materialien.
  2. Wärmedämmputze: Diese wurden in verschiedenen national und europäisch geförderten Projekten entwickelt und werden kontinuierlich weiter optimiert, um noch ressourcenschonender zu werden.
     

Der innovative RessourcenSchutzPutz

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Erfolgreiche Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie

Zwei Doktorandinnen, Monika Konopacka und Thomas Russo, wurden von Carolin Gräf und Dr. Tina Oertel über die letzten vier Jahre als Industrie-Mentorinnen von Sievert begleitet. Ihre Arbeit war besonders praxisnah: Monika Konopacka entwickelte eine neue Methodik zur Überprüfung der Konsistenz von Putzen an der Wand. Thomas Russo erforschte Open-Source-Labormessgeräte, die KMUs eine kostengünstige Alternative zu teurer Labortechnik bieten. 
Beide verbrachten mehrere Monate in unserem F&E-Labor und im Technikum in Karlstadt, um ihre Erkenntnisse in die Praxis zu überführen. Auch mit Agustin Laveglia und Luciano Sambataro standen wir in engem Austausch. Sie befassten sich mit der Lebenszyklusanalyse kalk-haltiger Baustoffe und Baukonstruktionen sowie zirkulären Ansätzen. 

Der enge Austausch im Forschungsprojekt mit unserer F&E hat aus der Green Line letztlich das gemacht, was sie heute ist: Eine Nachhaltigkeits-Taxonomie für ressourcenschonenden Produkte auf höchstem Niveau. So blieb die Green Line kein zahnloser Tiger, sondern wurde ein echter GREEN LION – belastbar mit Zahlen, Daten, Fakten anhand konkreter Forschungsergebnisse. 
Das ist ein gutes Beispiel, wie beide Seiten voneinander lernen, um die Forschung mit ressourcenschonenden Baustoffen in die Praxis umzusetzen – und den Doktorandinnen Ideen aus der Praxis zurückzugeben.

 

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Zum Schlus der Konferenz stellten sich die Industriepartnern den kritischen Fragen des Publikums. Diskutiert wurde über die Vorteile für ESRs in multilateral aufgestellten Teams mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Hintergründen sowie der hohe Anspruch an Methodenkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und emotionale Intelligenz in komplexen Forschungsvorhaben.

Interdisziplinäre und internationale Netzwerke in polarisierenden und globalen Zusammenhängen sind und bleiben essenziell; die zunehmende Komplexität der Forschungsfragen lässt sich mit einer hohen Diversitätin Teams bewältigen. Das Zusammenspiel von ökonomischen Impulsen aus der Industrie, hollistischen Forschungsansätzen, aber auch kreativen Zusammenkünften in Projekten und auf Konferenzen wie der SUBlime fördert einen lebendigen Wissenstransfer und innovative Lösungen auf dem Weg in eine nachhaltigere Baubranche. 


Das Marie Skłodowska-Curie SUBLime Doktorandenkolleg hat eine dauerhafte Verbindung zwischen diesen Welten geschaffen, die noch lange für uns als Industriepartner wirken wird.

 

 

 

Die Zeit für Rationalität ist in der Industrie immer da: fürs Tagesgeschäft, Effizienz und Effektivität. Genauso wichtig sind die kreativen Zeit-Inseln. Sie sind die Oasen, in denen Ideen entstehen, in denen man neugierig bleiben darf. Sie leben von Enthusiasmus, Emotionen und der Freiheit, Ideen zu spinnen. Inspirierende Zeit-Inseln können die sein, in denen DoktorandInnen, Wissenschaftler, ForscherInnen aus der Industrie und Interessierte zum wissenschaftlichen Gedankenaustausch zusammenkommen. 
Durch den Diskurs bilden sich Netzwerke und Ideen, die im weiteren Austausch reifer werden – so geschehen auf der SUBLime. 

– Dr. Tina Oertel, Teamleiterin F&E Fassadensysteme